Virtuelle Kreditkarte: Anbieter für Unternehmen im Vergleich
Ratgeber

Virtuelle Kreditkarte: Anbieter für Unternehmen im Vergleich

Viele Unternehmen wollen mithilfe von virtuellen Karten die Bezahlvorgänge in ihrem Unternehmen maßgeblich beschleunigen. Doch der Vergleich von Anbietern fällt vielen schwer. Die Unterschiede der Produkte sind oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Wie Sie Ihre Anforderungen an die beste Karte für Ihr Unternehmen definieren und welche 13 Kriterien Ihnen beim Vergleich von virtuellen Kreditkarten helfen können, lesen Sie hier.

Stefan MasarwaContent Writer

Mit der Absicht, Ihre Transaktionen zu beschleunigen und die Sicherheit bei Online-Einkäufen zu erhöhen, wählen immer mehr Unternehmen digitale Kreditkarten für Ihre Zahlungen. Häufig ist jedoch die Integration in das bestehende Setup eine große Hürde. Ein Vergleich der virtuellen Kreditkarten lohnt sich, um häufige Fehler zu vermeiden.

Vergleich von physischen und virtuellen Kreditkarten

Physische Kreditkarten sind online wie offline weit verbreitete und anerkannte Zahlungsmittel. Dagegen wurden virtuelle Kreditkarten speziell für Online-Zahlungen entwickelt. Sie funktionieren im Internet wie herkömmliche Plastikkarten. Im Vergleich bieten sie aber zusätzliche Eigenschaften, die Transaktionen beschleunigen und die Flexibilität Ihres Unternehmens erhöhen.

Für jeden Mitarbeiter erstellen Sie mit wenigen Klicks eine eigene virtuelle Firmenkreditkarte. Der Versand einer Karte aus Plastik entfällt. Es lassen sich Ablaufdatum und Transaktions- sowie Monatslimit individuell einstellen. Sie sind damit ideale Zahlungsmittel für Unternehmen mit Zeitarbeitskräften oder Mitarbeitern im Homeoffice.

Schützen Sie sich mit virtuellen Kreditkarten vor Missbrauch. Werden Ihre Kreditkartendaten gestohlen, sperren Sie die betroffene Karte einfach online in der App. Da virtuelle Firmenkreditkarten in hoher Stückzahl sofort verfügbar sind, ist es möglich, bei jedem Händler eine eigene Karte zu hinterlegen.

Der größte Unterschied: Eine physische Karte lohnt sich vor allem bei Zahlungen unterwegs und ist zum Reisen geeignet. Ob beim täglichen Einkauf oder auf Geschäftsreisen – eine haptische Kreditkarte ist ein weltweit anerkanntes Zahlungsmittel.

Wie Sie die beste virtuelle Karte für Ihr Unternehmen definieren

Die beste virtuelle Kreditkarte erfüllt Ihre Ansprüche und optimiert die Abläufe in Ihrem Unternehmen. Gerade etablierte Firmen mit gewachsenen Unternehmensprozessen bevorzugen passgenaue Integrationen. Bereiten Sie sich anhand der folgenden Fragen auf Beratungstermine mit den Kreditkartenanbietern vor:

  1. Wie hoch soll Ihr Kreditkartenlimit sein?

  2. Tätigen Sie Einzeltransaktionen mit einem hohen Volumen?

  3. In welchem Intervall sollen Rechnungsbeträge abgebucht werden?

  4. Wie viele virtuelle Kreditkarten benötigen Sie sofort und in Zukunft?

  5. Welche Kosten entstehen für jede virtuelle Kreditkarte?

  6. Werden Kreditkarten von Visa oder Mastercard bei Ihren Transaktionen akzeptiert?

Checkliste: 13 Kriterien zum Vergleich von virtuellen Kreditkarten

Wenn Sie Ihre Ansprüche an eine Online-Kreditkarte einmal formuliert haben, helfen Ihnen die folgenden Kriterien beim Vergleich der Kreditkartenanbieter aus unserer Checkliste:

Integration in Ihre Firmenprozesse:

  1. Einbindung: Lässt sich die Karte in das bestehende Setup Ihres Unternehmens einbinden?

  2. Beantragung: Ist der Besuch einer Bank notwendig?

  3. Freischaltung: Wie schnell ist eine virtuelle Kreditkarte einsetzbar?

  4. Akzeptanz: Wo kann mit einer digitalen Karte bezahlt werden?

  5. Verfügbare Karten: Ist die Anzahl der verfügbaren virtuellen Kreditkarten begrenzt?

  6. Digitales Kreditkartenmanagement: Wie komplex fällt die Verwaltung der Kreditkarten aus?

  7. Buchhaltung: Inwiefern erleichtert die virtuelle Kreditkarte die Buchhaltung?

Kontrollieren Sie Ihr Budget:

  1. Abrechnungsart: Handelt es sich um eine virtuelle Kreditkarte mit Verfügungsrahmen?

  2. Kosten: Welche Gebühren fallen pro Karte an?

  3. Sicherheit: Welche Funktionen schützen vor Betrug bei Online-Zahlungen?

  4. Höhe des Kartenlimits: Wie berechnet der Anbieter den Kreditrahmen?

  5. Mitarbeiterausgaben: Lassen sich Budgets für Mitarbeiter flexibel verwalten?

  6. Cashback, Vorteile und Vergünstigungen: Welche Anreize setzt der Anbieter zur Nutzung seiner Karte?

Virtuelle Mastercard und Visa Card im Vergleich

Die weltweite Akzeptanz einer Karte ist abhängig von der Kreditkartenfirma. Im direkten Vergleich der zahlreichen Firmen sind besonders Visa und Mastercard hervorzuheben. Sie werden in über 200 Ländern akzeptiert. Laut der Unternehmensangaben wird Mastercard an ungefähr 22 Millionen Akzeptanzstellen als Zahlungsmittel angenommen, Visa sogar an rund 46 Millionen.

Auch in Deutschland sind Visa und Mastercard beliebt. Bei der Anzahl der vorhandenen Geldautomaten und Akzeptanzstellen gibt es keine großen Unterschiede. In den meisten Online-Shops ist es möglich, mit einer virtuellen Mastercard oder Visa Card zu bezahlen.

American Express (AMEX) bietet dagegen keine virtuellen Kreditkarten für Mitarbeiter an. Lediglich eine Reisestellenkarte, auch Lodge Card genannt, wird ausgestellt. Dabei handelt es sich um eine unpersonalisierte virtuelle Kreditkarte, die bei einem Reisebüro hinterlegt wird, damit Buchungen für Mitarbeiter über das Reisestellenkonto abgerechnet werden können.

Die Abrechnungsart – ein entscheidender Unterschied virtueller Kreditkarten

Unternehmen auf der Suche nach virtuellen Kreditkarten können zwischen drei verschiedenen Abrechnungsarten wählen: Charge, Debit und Prepaid.

  1. Charge Card: Alle Umsätze eines Unternehmens werden bei einer normalen Kreditkarte gesammelt und in einem festgelegten Turnus vom Geschäftskonto abgebucht. Für die Zeit zwischen Transaktion und Abrechnung gewähren die Kreditkartenanbieter dem Kunden ein zinsloses Darlehen, bis das Kreditkartenlimit erreicht wird.

  2. Debitkarte: Alle Kreditkartenumsätze werden direkt per Bankeinzug vom Geschäftskonto abgebucht. Die Abrechnungsart gleicht der in Deutschland weit verbreiteten Girocard bzw. EC-Karte.

  3. Prepaid-Kreditkarte: Vor der ersten Transaktion müsse Sie die Karte aufladen, indem Sie Guthaben auf das dazugehörige Kreditkartenkonto einzahlen. Ist der Beitrag aufgebraucht, können keine weiteren Zahlungen getätigt werden.

Revolving Kreditkarten mit einem Kreditrahmen werden dagegen noch nicht in Deutschland angeboten. Im Vergleich zur Charge-Kreditkarte ist bei revolvierenden Kreditkarten eine Teilzahlung des Kreditrahmens möglich. Auf den ausstehenden Betrag müssen dann Sollzinsen gezahlt werden.

Übrigens: pliant bietet Ihrem Unternehmen physische und virtuelle Charge Cards.

Mehr zum Thema: Vier Kreditkartenarten je nach Abrechnung im Vergleich

Ist eine virtuelle Kreditkarte immer eine Online-Prepaid-Kreditkarte?

Nein. Unser Vergleich zeigt, dass Unternehmen aus Deutschland zwischen verschiedenen Abrechnungsarten für ihre virtuelle Kreditkarte wählen können. Neben der klassischen Prepaid-Kreditkarte finden Sie auf dem deutschen Markt auch digitale Charge Cards oder Online-Debitkarten.

Bei Privatkunden wird die virtuelle Kreditkarte dagegen mit einer Prepaidkarte gleichgesetzt. Anbieter werben damit, dass die Karten ohne Schufa-Prüfung sofort verfügbar sind.

Welcher Kreditkartentyp ist für Unternehmen empfehlenswert?

Je nach Anforderung bietet eine Charge Card oder eine Prepaid-Kreditkarte besondere Vorteile. Unternehmen profitieren bei einer Charge-Kreditkarte mit Kreditrahmen von einer kurzfristigen Liquidität. Die Höhe des Kreditkartenlimits ist dabei abhängig von einer individuellen Bonitätsprüfung. Diese wiederum entfällt bei einer aufladbaren Prepaid-Kreditkarte. Außerdem muss die Karte nicht mit dem Firmenkonto verknüpft werden. 

Übrigens: Bei pliant verteilen Sie das Kreditkartenlimit selbstständig auf alle Ihre Kreditkarten. Monats- und Transaktionslimits legen Sie dabei selbst fest. Dadurch wird eine Überziehung der Karten verhindert.

Ausgewählte Anbieter virtueller Kreditkarten im Vergleich

Ganz grundlegend unterscheiden Sie die Angebote anhand der Kreditkartenfirma und der Kreditkartenart.

Ausgewählte Anbieter virtueller Kreditkarten im Vergleich

Als Kunde von pliant profitieren Sie von den flexiblen Zahlungsrhytmen unserer echten Kreditkarte. Die Abbuchung von Ihrem Geschäftskonto erfolgt monatlich, zweiwöchig, wöchentliche oder auf Wunsch auch täglich. Unser Partner Visa gewährt dazu eine weltweit hohe Akzeptanz unserer physischen und virtuellen Visa-Karten.

Die virtuellen Kreditkarten von pliant sind vollwertige Firmenkreditkarten. Sie umfassen die gleichen Funktionen wie unsere physischen Kreditkarten, nur eben digital in der pliant App. Dazu gehören etwa ein komplett digitales Kartenmanagement, volle Kostenkontrolle durch Echtzeit-Reportings, eine nahtlose Integration in Ihre Buchhaltungssoftware, hohe Ausgabenlimits sowie ein unbegrenztes Cashback-Programm.

Wenn Sie auf der Suche nach einer virtuellen Kreditkarte für Ihr Unternehmen sind, lohnt sich ein Vergleich der Anbieter. Anhand der 13 Kriterien können Sie bei einer kurzen Online-Demo gezielter nachfragen. Finden Sie die beste Firmenkreditkarte für Ihr Setup. Sie lässt sich leicht in Ihre Firmenprozesse integrieren und steigert die Effizienz Ihrer Online-Transaktionen.

Mehr zum Thema: Virtuelle Kreditkarte: Vorteile, Risiken und Kosten